Leitungsbau unterhalb der SBB-Bahnlinie

Fernwärmenetzleitungen

Am 4. Februar 2022 startete ein wichtiger Teil des Ausbaus des Fernwärmenetzes in Küssnacht am Rigi. Unterhalb der SBB-Bahnlinie sollen die beiden Leitungen für die Wärmeversorgung und den Rücklauf eingezogen werden. Die Saredi AG ist für die Grabungen der Durchgänge unterhalb der SBB-Bahnstrecke verantwortlich. Herr Roger Knüsel, Projektleiter der Saredi AG, war am Tag des ersten Leitungsdurchzugs vor Ort.

«Arbeiten an einer Bahnstrecke sind heikel. Daher wollte ich kurz vorbeischauen, ob alles wie geplant abläuft» sagt Knüsel und prompt musste unser Gespräch um eine Stunde verschoben werden. Es gab Unstimmigkeiten mit Spezialisten vor Ort. Diese konnten aber rasch aus dem Weg geräumt und die Leitungen eine nach der anderen vom Kran gehievt werden.

Hohe Auflagen der SBB für die Bewilligung der Bauarbeiten

Im Vorfeld mussten einige Vorkehrungen getroffen werden, damit die Arbeiten den Zugverkehr nicht stören. Eine Spezialfirma installierte Geometer links und rechts der Gleise, um laufend Messungen vorzunehmen. Diese senden Lichtsignale an Spiegel, die direkt neben den Schienen angebracht sind, um ein allfälliges Absacken oder Verschieben der Gleise unverzüglich zu melden. Weiter musste die ecoenergy systems AG Spezialbewilligungen von der Bahnhofsbetreiberin SBB einholen, um den Platz für die Bohrungen sicherzustellen. Davon sind gut 20 Parkplätze betroffen, die den Besuchern während mehreren Wochen nicht zur Verfügung stehen. Gemäss Knüsel sind die Arbeiten am Bahnhof aber sehr angenehm. «Im Vergleich zu den Tiefbauarbeiten am Seemattweg, wo Anwohner und Spaziergänger zum Teil durch unsere Arbeit direkt betroffen waren, müssen sich unsere Arbeiter nicht ständig erklären.»

Spezialisten für die Verlegung der Leitungen

Nun ist es so weit und die erste Leitung steht kurz vor dem Einzug in den Durchgang. Vier Mitarbeitende der Bilfinger stehen auf dem Platz und fädeln das Rohr gekonnt durch die schmale Öffnung. 16 Meter misst die Länge einer Leitung; Fünf Leitungen sollen heute verlegt und verschweisst werden. Mit einem Spezialkran werden die Leitungen vom See her eingeschoben und später von der anderen Seite des Bahnhofs eingezogen. Nach der ersten Leitung gab es eine erste Lage- und Risikobesprechung (und wohl auch eine verdiente Pause). Bei minus 2 Grad und dickem Nebel erstarren schon mal die Finger und die Feinarbeit muss unterbrochen werden. Die Verlegung des zweiten Rohrs wurde dann gut 1,5 Stunden später in Angriff genommen.

Alte Leitungen müssen umgelegt werden

Alle Beteiligten sind froh, dass die Leitungsarbeiten stattfinden können. Bis es jeweils soweit ist, müssen alle Firmen und Arbeiten gut koordiniert sein. Die Arbeiten am Bahnhof in Küssnacht am Rigi dauern gesamthaft ca. acht Wochen. Eine genaue Zeitschätzung ist vor der Grabenöffnung jeweils schwierig, da nicht genau abgeschätzt werden kann, wie viele bestehende Leitungen wie Strom, Wasser oder Glasfaser im konkreten Abschnitt bereits verlegt sind. Diese müssen umgelegt werden, damit der Abstand zwischen den alten und neuen Leitungen eingehalten werden kann.

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